Designelement: Schriftzug

Konzept :

„Ehrenamtliche für Ehrenamtliche /
Servicestelle für Ehrenamt und Beteiligung

Für eine nachhaltige Stärkung und Vernetzung der ehrenamtlichen Strukturen unter dem Dach des Kreisjugendringes Plön e.V.


  1. Was soll erreicht werden?
    Grundgedanke ist es, jene, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, mit denen zusammenzubringen, die ehrenamtliche Tätigkeitsfelder anbieten. Gerade hier liegt die Stärke des Kreisjugendringes als Arbeitsgemeinschaft aller Jugendverbände im Kreis Plön der seine bestehenden, gefestigten Strukturen in dieses Projekt mit einbringt.

    Die Vermittlung der ehrenamtlichen Tätigkeiten erfolgt über eine Internetbörse (die neue Homepage: www.servicestelle-ehrenamt.de ). Die Internetbörse hat den Vorteil, dass sich in einem Flächenkreis wie Plön, Interessierte, für bestimmte Tätigkeiten quasi von zuhause aus anbieten können. Umgekehrt gilt dieses auch für Vereine bzw. Institutionen, die einen Bedarf nach ehrenamtlich Tätigen haben. Ebenso können aber auch durch neue Freiwillige, neue Projekte oder Initiativen entstehen, die durch die Servicestelle Unterstützung erfahren können.

  2. Der Vorteil am Kreisjugendring Plön e.V. ist der, dass er selbst auch schon durch sein Jugend- und Kinderspaßmobil oder durch seine Veranstaltungen ein Angebot an Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement anbieten kann. Darüber hinaus bestehen bereits Kontakte zu weiteren Vereinen und Verbänden.

    Mögliche Aktionen im Rahmen des Projektes Ehrenamtliche für Ehrenamtliche:
    • Praktika, als Möglichkeit des sozialen Lernens fördern.
    • Möglichkeiten des kurzfristigen Engagements schaffen wie z.B. bei Spielfesten.
    • Anregungen für ehrenamtlichen Engagements schaffen.
    • Anregung von Jugendaustausch und Beteiligung an Partnerschaftsprojekten mit Gemeinden und Provinzen im In- und Ausland.
    • Kreisweite Wettbewerbe für Schulklassen.
    • Erstellung von Kinder- und Jugend-Ortsplänen bzw. Kreisplänen.
    • „Dorfforschungsaktionen“ oder „Foto-/Film-/Interview-Streifzüge“ zu wichtigen Themen.
    • Erprobung von neuen Formen der politischen Kommunikation.
    • Entwicklung neuer Möglichkeiten der Anerkennung freiwilligen Engagements analog zu den Vergünstigungen der Jugendleiter/innencard (Juleica).
    • Motivierende Gestaltung von Wertschätzung und Würdigung ehrenamtlichen Engagements.

    Darüber hinaus dient die Servicestelle Ehrenamt aber auch als Plattform zur Unterstützung von Partizipationsprojekten im gesamten Kreis Plön. In der Gemeindeverfassung des Landes Schleswig-Holstein wird im § 47f der GO festgehalten: „Die Gemeinde muss bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen.“ Auch hier wird ehrenamtliches Engagement gefördert. Kinder- und Jugendinteressen brauchen einen Anwalt und Gemeinden und Institutionen eine Anlaufstelle zur Umsetzung und Unterstützung.

  3. Wer soll erreicht werden
    Zielgruppe sind alle an der ehrenamtlichen Arbeit interessierten: Die Vereine, Verbände, Gruppen, Initiativen im Bereich der Jugendarbeit und darüber hinaus innerhalb des Kreis Plön - inklusiver der Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie die Jugendzentren und -treffs. Hinzu kommen die Jugendlichen und Erwachsenen, die sich für ein Engagement im ehrenamtlichen Bereich interessieren, und für die ein solche „Servicestelle Ehrenamt“ eine zentrale Anlaufstelle darstellen würde, über die einfache Vermittlerrolle hinaus. So könnten insbesondere bei Jugendlichen die vorhandenen persönlichen Ressourcen unterstützt, gefördert und ausgebaut werden, unter der Berücksichtigung der mädchen- und jungenspezifischen Aspekte.

    Die ehrenamtliche Mitarbeit bei Jugendverbänden stagniert zwar, deckt aber auch weiterhin Bedarfe bei den Jugendlichen. Diese verwirklichen schon seit je her den Partizipationsgedanken und bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich interessenorientiert, langfristig, ehrenamtlich zu engagieren.

    Ausgehend von der Lebenswelt der Kinder- und Jugendlichen, so wie sie sich zur Zeit darstellt, kann man aber auch von einem neuen Typus von Ehrenamtlichen sprechen. Bei dieser neuen Gruppe, der so genannten „neuen Freiwilligen“, sind die Ziele und Werte von Organisationen und ein damit einhergehendes längerfristiges Engagement zunächst nur von geringer Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen eher projektbezogene Tätigkeiten, bei denen der Umfang für den einzelnen abzusehen ist.


    Diese unterschiedlichen Typen, von an freiwilliger Tätigkeit interessierten Jugendlichen, gilt es zu begegnen und Angebote zu unterbreiten bzw. zu vermitteln oder ihnen Raum zu schaffen, eigene Ideen und Projekte zu verwirklichen.
  4. Was leistet der Kreisjugendring Plön?
    Der Kreisjugendring Plön e.V. ist eine Arbeitsgemeinschaft anerkannter Jugendverbände im Kreis Plön. Er vertritt seit 1951 die Interessen von mehr als 30 ihm angeschlossenen Jugendvereinen und -verbänden, der in den Orts- und Stadtjugendringen organisierten Gruppierungen und der offenen Jugendarbeit. Darüber hinaus setzt er sich für die Rechte der Jugendlichen im Kreis Plön ein und arbeitet über die Kreisgrenzen hinweg mit anderen landesweiten Institutionen und Verbänden zusammen. Seine Arbeit gliedert sich neben der Servicestelle Ehrenamt in die Bereiche Bildungsarbeit, Ausbildung für benachteiligte Jugendliche sowie der Spielmobilarbeit.

    Eine besondere Bedeutung hat die Vernetzungsaufgabe des Kreisjugendringes. Er dient als Ansprechpartner nicht nur für sie Vereine und die Jugendzentren im Kreis sondern auch den Jugendlichen im Kreis, die sich ehrenamtlich engagieren wollen und hier über die Möglichkeiten im Bereich des Ehrenamtes aufgeklärt und vermittelt werden.

Bei der Beratung für die Organisation von Zukunftswerkstätten und anderen Beteiligungsverfahren im Rahmen der Arbeit der „Servicestelle Ehrenamt“ bietet der Bildungsreferenten des Kreisjugendrings Unterstützung an. Er hat als einer von ca. 50 Personen in Schleswig-Holstein eine Zusatzqualifikation zum „Moderator für kinderfreundliches Planen“ erworben. Diese Ausbildung wurde vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lüneburg, unter der Leitung von Prof. Dr. W. Stange durchgeführt und gefördert.


26. Februar 2006 Peter A. Kokocinski

 

Webmaster: Lars Lehners Impressum www.kjr-ploen.de