Ehrenamt Definition 2
Begriffsdefinition
Viele Begriffe werden im Zusammenhang mit Freiwilligkeit genannt und häufig synonym verwendet.
Ehrenamt:
- Traditionelle Bezeichnung für freiwilliges Engagement
- In der Regel organisierte und unentgeltliche Mitarbeit in Verbänden, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften oder Parteien; Basis ist die Mitgliedschaft
- Identifikation mit den Zielen und Werten der Verbände
Selbsthilfe:
- Organisationsferne Form des Engagements
- Autoritäts-und expertenskeptische, wertepluralistische Milieus
- Entwickelte sich in den 70er bis 80er Jahren als Gegenpol zum traditionellen Ehrenamt
Wenn verschiedene Selbsthilfegruppen oder Selbsthilfeverbände sich organisatorisch zusammenschließen, dann bildet sich in der Regel ein neues Selbsthilfenetzwerk, das bestimmte allen Mitgliedern bedetusame Ziele und Interessen verfolgt.
Selbsthilfe ist eine freiwillige, unentgeltliche, auf Solidarität Gleichbetroffener beruhende Dienstleistung am Nächsten. Die Lage des jeweiligen Nächsten ist dabei mindestens genauso misslich oder vortrefflich wie die eigene. Es besteht der Wunsch, diese soziale und/oder gesundheitliche Lebenssituation anderen Menschen mitzuteilen und zu bewältigen. Dabei wird der Betroffene rasch zum Experten in eigener Sache mit realistischem Blick für das Machbare.
Selbsthilfe, das ist ein Werben um die Solidarität der Kranken und Gesunden, gibt Mut, sich nicht aufzugeben, ist ein Geben und ein Nehmen und schließlich Hilfe zur Selbsthilfe.
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Bürgerschaftliches Engagement:
Hat seinen Ursprung im bürgerschaftlichen Wohlfahrtsgedanken des 19. Jahrhunderts - Selbstverpflichtung und praktische Solidarität
- Wiederbelebung der Idee der Gemeinwohlorientierung
Freiwilligenarbeit:
- Begriff unabhängig von sozialen Milieus
- Individuell, spontan handelnde Menschen
- Hilfe auf Gegenseitigkeit für sich und andere, in einer Gruppe oder alleine
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