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Pressemitteilung

Mi 10.10.2001


Bundesministerin Bergmann: Ehrenamt ist das Fundament unseres Gemeinwesens

Zum dritten Bayerntag des Sozialverband VdK in München erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann:

"Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Beitrag der Bürgerinnen und Bürger für das Zusammenleben in der Gesellschaft. Ein Drittel der Menschen ab 14 Jahren ist heute freiwillig in Verbänden, Initiativen oder Projekten aktiv. Die Lebensqualität und die menschliche Wärme in unserer Gesellschaft wachsen mit dem freiwilligen Engagement zwischen Nachbarn, zwischen jung und alt, zwischen allen, die Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen.

Beim Sozialverband VdK engagieren sich viele Menschen freiwillig: Sie besuchen kranke und hilfsbedürftige Menschen, organisieren Begegnungen für Menschen, betreuen behinderte Kinder und begleiten Seniorinnen und Senioren auf Reisen. Es ist beeindruckend, wie viele Menschen sich unter dem Dach des VdK für andere Menschen einsetzen. 1,2 Millionen Mitglieder hat der VdK bundesweit - mit steigender Tendenz.

Den vielen Mitgliedern des VdK, die sich ehrenamtlich engagieren, möchte ich im Namen der Bundesregierung meinen Dank aussprechen. Sie lassen uns erleben: Freiwilliges Engagement ist ein Geben und Nehmen auf Gegenseitigkeit und gelebte Solidarität, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Je vielschichtiger das tägliche Leben sich zeigt, um so zentraler werden menschliche Kontakte und das Zusammengehörigkeitsgefühl in einem überschaubaren Umfeld.

Gemeinsinn, Solidarität und Zivilcourage sind der Kitt unserer Gesellschaft, aus dem eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung erwächst. Diese Werte sind unser soziales Kapital. Sie sind unbezahlbar. Zum Ausdruck bringt das unsere Kampagne unter dem Motto 'Was ich kann, ist unbezahlbar', die wir im Internationalen Jahr der Freiwilligen 2001 gestartet haben. Wir machen damit die ehrenamtliche Arbeit besser sichtbar, die etwa 22 Millionen Menschen leisten und ermutigen andere, auch aktiv zu werden.

Seniorinnen und Senioren leisten viel für die Gemeinschaft, sei es in der Familie, in der Nachbarschaft oder in Vereinen und Verbänden. Ihr Engagement wird bisweilen zu wenig gewürdigt. Dabei ist heute schon rund ein Drittel der über 60-Jährigen ehrenamtlich tätig, und viele sind bereit, aktiv zu werden, wenn sie wissen, wo und wofür. Wir unterstützen und werben für freiwilliges Engagement gerade älterer Menschen.

Denn unsere Gesellschaft profitiert in vielfacher Hinsicht von dem, was die ältere Generation leistet - freiwillig und ergänzend zu regulären Angeboten und Arbeitsplätzen. Eine Gesellschaft, die glaubt, auf die Erfahrungen und Kenntnisse der älteren Generation verzichten zu können, entzieht sich das Fundament für die Zukunft. Wir wollen und können auf die Lebenskompetenz älterer Menschen nicht verzichten. Daher ist es wichtig, neue Angebote zu schaffen, bei denen sich Seniorinnen und Senioren selbst verwirklichen und ihr Erfahrungswissen weitergeben können. Die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürger an unserer Gemeinschaft zu fördern, ist unser Ziel."

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